• Steve

Die Fünf größten Fehler beim Erholen

Erholung ist wichtig. Diese Erkenntnis hat sich glücklicherweise bereits in der Arbeitswelt durchgesetzt.

Doch Vieles, was als vermeintliche Erholung gedacht ist, endet im „Freizeitstress“.

Wenn Sie sich in Ihrer Freizeit möglichst wenig erholen möchten, dann machen Sie diese Fünf Fehler!

1. Erst ans Erholen denken, wenn man bereits überlastet ist

Wir tendieren dazu, bei steigender Belastung unsere Erholung zu vernachlässigen. Meist merken wir es erst, wenn wir bereits überlastet sind.

Nun kommt das Erholungs-Paradox ins Spiel: Je stärker unsere Belastung, desto mehr Erholung brauchen wir. Jedoch gelingt uns die Erholung weniger, wenn wir bereits überlastet sind. Wir können nicht abschalten und bleiben gedanklich bei unseren Aufgaben.

Wir können dieser Falle entgehen, wenn wir lernen, bereits frühzeitig unsere Erholungsbedürftigkeit wahrzunehmen. Beobachten Sie sich selbst und achten Sie auf Anzeichen von Überlastung.

Sie können sich auch davor schützen, indem Sie ihrer Erholung generell eine höhere Priorität einräumen. Z.B. mit folgender Erkenntnis: Erholung soll unsere Leistungsfähigkeit sicherstellen und nicht wiederherstellen!

2. Keine Lust

Sie haben manchmal keine Lust auf Ihre Erholungstätigkeit? Dann scheint sie ihnen auch nicht ausreichend Lust zu bereiten.

Ob Erholung gelingt oder nicht, hängt in erster Linie von ihrem Erleben ab. Ihre Tätigkeit sollte von positiven Emotionen, Spaß und Freude geprägt sein. Dann entsteht Lust automatisch. So können Sie dabei bestens abschalten und entspannen – ohne sich überwinden zu müssen.

Spüren Sie gezielt in sich hinein. Wie erleben sie ihre „Erholung“? Wie fühlen sie sich danach?

Haben sie Schwierigkeiten, sich dazu „aufzuraffen“? Dann bereitet es ihnen zu wenig Lust und scheint somit nicht die richtige Tätigkeit für sie zu sein.

3. Prämissen der Arbeitswelt auf unsere Freizeit übertragen

Wir verbringen einen Großteil unserer Zeit mit Arbeit. Hier gelten ganz spezielle Prämissen: es zählen Effektivität, Leistung und Ergebnisse. Wir tendieren dazu, dies auch auf unsere Freizeit zu übertragen. Somit entstehen zusätzliche Anforderungen, die schnell zu weiteren Belastungen werden können.

Befreien Sie sich von diesen eigenen Ansprüchen. Genuss und Lust am Tun (oder Nichts-Tun) sollte im Vordergrund stehen - und nicht der Zweck oder ein konkretes Ergebnis.


4. Kein ausreichendes Gegengewicht etablieren

Führen Sie nicht das in Ihrer Freizeit fort, was Sie beruflich machen!

Einen Ausgleich zur Arbeitswelt bekommen wir nur dann, wenn wir in unserer Freizeit ein starkes Gegenwicht zur beruflichen Tätigkeit etablieren.

  • Fragen Sie sich selbst, wovon ihre Arbeitstätigkeit stark geprägt ist.

  • Haben Sie viel um die Ohren? Dann wäre Ruhe und Entspannung passend.

  • Arbeiten Sie sehr kopflastig? Dann wäre etwas körperbetontes gut geeignet.

  • Sind sie körperlich stark gefordert? Suchen Sie etwas, was ihren Geist anregt.

  • Halten Sie sich viel in geschlossen Räumen auf? Dann gehen Sie raus in die Natur ;-).

5. Ansprüche und Erwartungen Anderer erfüllen

Um Anerkennung von anderen Personen zu bekommen, richten wir nicht selten unsere Freizeitaktivitäten danach aus. Natürlich verschafft diese Anerkennung uns auch Freude. Es hat jedoch nichts mit Erholung zu tun.

Unsere Freizeit und unsere Erholung sollte eine Zeit für uns sein. Wenn wir jedoch mit den Erwartungen und Ansprüchen anderer konfrontiert sind, können schnell weitere Anforderungen und Belastungen entstehen und somit Erholung verhindern.

Um dies abzuwenden, achten Sie auf folgende Dinge:

  • Ihre Tätigkeit sollte freiwillig und nicht verpflichtend sein

  • Wichtig ist auch, dass sie die Tätigkeit als selbstbestimmt empfinden

  • Leistungsdruck, Wettbewerb und Prestigedenken sind absolut fehl am Platz


Wenn Sie sich in Ihrer Freizeit möglichst gut erholen möchten

dann verwenden Sie die oben genannten Punkte als eine Art Checkliste. Stellen Sie sich selbst die Frage, inwiefern die Punkte zutreffen.

Horchen Sie in sich hinein. Was wünsche ich mir? Was tut mir gut? Was fehlt mir? Was habe ich früher viel und gern gemacht? So kommen Sie auf ein paar Ideen, die sie ausprobieren können.

Ich habe so die Achtsamkeit und die Natur für mich entdeckt.

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Steve Windisch  72160 Horb am Neckar

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