• Julia Windisch

Mit den Rauhnächten bewusst ins neue Jahr starten


Was sind die Rauhnächte?

Rauhnächte – die Zeit zwischen den Jahren. Das alte Jahr ist noch nicht zu Ende und das neue hat noch nicht begonnen. Es handelt sich dabei um die dunkelste Zeit des Jahres. In dieser geheimnisvollen Zeit steht das Leben in der Natur still und ist nach innen gekehrt.


Es kann besonders heilsam sein, genau diese Impulse aus der Natur in uns aufzunehmen und uns ebenfalls nach innen zu wenden. In der Natur ist es still – können auch wir diese Stille in uns wiederfinden und uns wieder stärker mit dem Rhythmus der Natur verbinden?


Die Rauhnächte hängen mit der Notwendigkeit zusammen, den Mondkalender mit dem Sonnenkalender in Einklang zu bringen. Der Mond braucht 29,5 Tage von Neumond zu Neumond. 12 Monate im Mondkalender sind also 354 Tage – ein Mondjahr.

Die Sonne hingegen braucht länger, nämlich etwa 365 Tage – ein Sonnenjahr. Die elf Tage und zwölf Nächte, die die Lücke vom Mondjahr zum Sonnenjahr füllen hießen früher „die toten Tage“ oder auch „die Zeit außerhalb der Zeit“.


Die Weihnachtszeit ist eine wunderbare Zeit, um uns gleichzeitig auf die Rauhnächte einzustimmen. Bewährte Rituale, wie das Anzünden der Kerzen zum Advent oder das Schmücken eines Weihnachtsbaumes können eine Quelle der Besinnung und Vorfreude sein.

Ich möchte Sie einladen, mich die nächsten Tage (ab dem 25. Dezember) auf einem Weg der Selbsterkenntnis und Entfaltung zu begleiten, bei dem wir wieder Verbindung mit unserer Natur und somit unserer Ursprünglichkeit aufnehmen werden.

1. Rauhnacht – 25. Dezember - Mit Altem abschließen

Machen Sie ein kleines Besinnungsritual – am besten bei einem Spaziergang im Wald. Lassen Sie die Erlebnisse des vergangenen Jahres in Gedanken an sich vorbeiziehen. Lassen Sie sie los und schaffen damit Raum für Neues.

2. Rauhnacht – 26. Dezember - Stille finden

Um Stille zu finden können Sie ein kleines Kerzenritual machen. Atmen Sie tief ein und aus und betrachten Sie die Kerze. Lauschen Sie in sich hinein, welche Gedanken und Gefühle aufkommen und lassen Sie sie ziehen. Sie haben einen Ort der Stille in sich, dem Sie mit diesem Ritual ein Stück näherkommen können.

3. Rauhnacht – 27. Dezember - Sich öffnen

Nutzen Sie den heutigen Tag für eine kleine Achtsamkeitsübung. Dies geht auch, wenn Sie wieder zur Arbeit müssen. Achten Sie einmal darauf, was Ihnen heute geschieht. Welche Menschen begegnen Ihnen? Was fällt Ihnen in der Natur oder in Ihrem Zuhause auf? Welche Gedanken und Gefühle entstehen dabei? Vielleicht fallen Ihnen so ganz erstaunliche Dinge auf.

4. Rauhnacht – 28. Dezember - Der inneren Weisheit vertrauen

Zur Verbindung mit Ihrer inneren Weisheit machen Sie am besten ein abendliches Besinnungsritual. Legen Sie sich in Ihr Bett und erinnern Sie sich an eine unangenehme Situation aus der Vergangenheit, mit der Sie bereits emotional abgeschlossen haben. Betrachten Sie diese Situation aus Ihrem heutigen Wissen heraus und mit der Gewissheit, dass Sie die negativen Emotionen überwunden haben.


Unsere innere Weisheit kann uns die Kraft geben, auch mit schwierigen Lebenssituationen vertrauensvoll und gelassen umzugehen. Wir haben dann Vertrauen, dass sich alles auch wieder zum Guten wendet.

5. Rauhnacht – 29. Dezember - Den Körper heiligen

Achten Sie heute einmal ganz besonders achtsam darauf, was Ihrem Körper guttut: Nehmen Sie sich Zeit beim Essen. Wie schmeckt es? Wie reagiert der Körper auf das Essen?


Gehen Sie Spazieren und beobachten Sie sich: Welches Tempo ist natürlich für Sie? Wie fühlen sich Ihre Schritte an?

Bestimmt fallen Ihnen noch andere Dinge ein, Ihrem Körper etwas Gutes zu tun.

6. Rauhnacht – 30. Dezember - Die Gefühle umarmen

Im hektischen Alltag kümmern wir uns eher wenig um unsere Gefühle. Heute ist daher die Gelegenheit unsere Gefühle ernst zu nehmen.


Tauchen Sie heute einmal in Ihre Gefühle ein, egal ob es freudige oder traurige sind. Beobachten Sie Ihre Emotionen und akzeptieren Sie alles, was auftaucht.

Fühlen Sie Ihre Emotionen ganz bewusst – und lassen Sie sie dann wieder los.

7. Rauhnacht – 31. Dezember - Seine Herzensziele entdecken

Kurz vor Beginn des neuen Jahres können Sie sich über Ihre Herzensziele Gedanken machen: Was möchten Sie erreichen? Welche Dinge möchten Sie bewahren, welche verändern?

Wie wird es sich anfühlen, wenn Sie Ihre Ziele erreicht haben?

8. Rauhnacht – 1. Januar - Eine Entscheidung treffen

Zu Beginn des neuen Jahres machen Sie am besten einen Spaziergang in der Natur. Hier finden wir einen besseren Zugang zu unserer Intuition.

Welche Ihrer Herzensziele sind Ihnen am wichtigsten? Horchen Sie in sich hinein und stellen Sie sich den Weg zu diesem Herzensziel möglichst motivierend und angenehm vor.

Es geht heute also darum, welche Herzensziele wir anstreben und welche Prioritäten wir setzen.

9. Rauhnacht – 2. Januar - Verzeihen, versöhnen, Frieden schließen

Für einen Neubeginn im neuen Jahr ist es wichtig, Kränkungen, Verletzungen und alte Wunden heilen zu lassen und wieder Raum in unserem Herzen zu schaffen.

Durch Verzeihen und Vergeben machen wir uns selbst ein großes Geschenk, denn wir entledigen uns damit vieler negativer Gefühle, die letzten Endes nur uns selbst quälen.


Für ein kleines Feuerritual schreiben Sie die Namen der Menschen, die Sie gekränkt oder verletzt haben auf ein Stück Papier. Sprechen Sie laut aus, dass Sie diesen Menschen verzeihen, zerreißen Sie das Papier und werfen Sie es in´s Feuer.

Stellen Sie sich dabei vor, wie sich alle Gefühle des Kummers oder der Wut in Rauch auflösen.

10. Rauhnacht – 3. Januar - Achtsam werden

Setzen Sie sich für eine kleine Achtsamkeitsübung auf einen Stuhl und schließen die Augen. Konzentrieren Sie sich auf die Empfindungen in Ihrem Körper. Wie fühlt er sich an?

Lenken Sie dann Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Gefühle. Welche Emotionen können Sie wahrnehmen?


Konzentrieren Sie sich nun auf Ihre Gedanken. Welche Gedanken kommen auf?

Versuchen Sie, nicht zu bewerten. Alles ist in Ordnung, so wie es gerade ist.

Diese kleine und wirkungsvolle Übung nimmt nur ein paar Minuten unserer Zeit ein und kann uns helfen, uns wieder im Hier und Jetzt zu verankern.

Diese Übung lässt sich auch wunderbar in unseren Alltag einbauen.

11. Rauhnacht – 4. Januar - Dankbar sein

Die besinnliche Zeit der Rauhnächte lädt uns dazu ein für die vielen guten Dinge, die wir haben, dankbar zu sein. Dankbarkeit ist eine wundervolle Methode, mehr Bewusstheit und Glück in unser Leben zu holen.


Machen Sie es sich ab heute zum Ritual jeden Abend vor dem Schlafengehen mindestens drei Dinge aufzuzählen, für die Sie an diesem Tag dankbar sind.

Somit kultivieren wir positive Gedanken und leben unser Leben bewusster.

12. Rauhnacht – 5. Januar - Zum Licht erwachen

Die dunkelsten Tage des Jahres liegen nun bereits hinter uns und das Licht zeigt sich nun ganz allmählich, aber immer mehr in der Natur. Und so wie wir uns nach dem äußeren Licht sehnen, möchten wir auch unser inneres Licht finden.

Und dies war auch das Ziel unserer Reise durch die Rauhnächte: oft verdunkeln negative Emotionen wie Angst, Hass, Sorgen, Neid oder Unwissenheit unsere Wahrnehmung. Doch wir können diese Dunkelheit überwinden, indem wir uns in Mitgefühl, Vertrauen, Liebe, Vergebung, Dankbarkeit und Achtsamkeit üben.


Alles was wir dafür tun müssen, ist zur Ruhe zu kommen und nach innen zu schauen.

Das Licht ist bereits in uns.

#Gesundheit #Achtsamkeit

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Steve Windisch

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